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Grenzüberschreitende Übung in Strazny
11. Juli 2009

Grenzüberschreitende Alarmpläne gibt es zwar noch nicht, aber es kann dennoch nicht von Nachteil sein, wenn benachbarte Feuerwehren von dies- und jenseits der bayerisch-tschechischen Grenze in Kontakt kommen, sich kennenlernen und gemeinsam etwaige Ernstfälle proben.

Deutsche und tschechische Wehren demonstrieren gemeinsam einsatztechnische Fertigkeiten

Grenzüberschreitender Feuerwehrtag in Strazny – Verständigung trotz Sprachbarriere

Philippsreut. Grenzüberschreitende Alarmpläne gibt es zwar noch nicht, aber es kann dennoch nicht von Nachteil sein, wenn benachbarte Feuerwehren von dies- und jenseits der bayerisch-tschechischen Grenze in Kontakt kommen, sich kennenlernen und gemeinsam etwaige Ernstfälle proben. In diesem Sinne waren die Wehren aus Philippsreut, Mitterfirmiansreut, Herzogsreut und Hinterschmiding sowie KBR Klaus Fehler von der tschechischen Gemeinde Strazny zu einem grenzüberschreitenden Feuerwehrtag eingeladen worden.

Der Bürgermeister der Gemeinde Strazny, Jaroslav Pubal, hatte dazu mit der örtlichen Feuerwehr ein abwechslungsreiches Nachmittagsprogramm zusammengestellt. Gemeinsam mit den tschechischen Wehren aus Strazny, Horni Vlatavice (Obermoldau), Lenora, Volary und Tusset wurden an mehreren Stationen feuerwehrtechnische Fähigkeiten demonstriert. So musste von den über hundert teilnehmenden Feuerwehrkameraden eine längere Schlauchleitung aufgebaut werden, um zu demonstrieren, dass das Material der deutschen und der tschechischen Wehren zusammengefügt werden könne und die Verständigung bei einem Einsatz auch ohne das gegenseitige Beherrschen der Sprache funktionieren würde.

Höhepunkt der Demonstrationen aber war die Bewältigung eines Einsatzes im Bereich der technischen Hilfeleistung, wozu das fiktive Szenario eines schweren Verkehrsunfalls nachgestellt wurde. Dazu wurden zunächst Bäume, die über zwei Fahrzeuge gestürzt waren, entfernt, bevor mittels Rettungsspreitzer die Fahrzeugen geöffnet werden mussten. Schließlich wurden beide Fahrzeuge in Brand gesteckt. Beim Vorgehen gegen die brennenden Pkws zeigte sich, dass deutsche und tschechische Kameraden mit unterschiedlichen Mitteln ankämpften: Während die Feuerwehr Herzogsreut, die bei dieser Station eingesetzt war, mit Atemschutz und Schaum vorging, löschten ihre Kameraden aus Volary mit Wasser und – trotz des qualmenden Rauches – ohne Atemschutz.

Zum Abschluss präsentierte die FF Philippsreut den Wasserwerfer an ihrem neuen Einsatzfahrzeug, bevor durch die tschechische Seite eine Drehleiter ausgefahren wurde, von deren Spitze ein Kamerad eine deutsche und eine tschechische Fahne als Zeichen der freundschaftlichen Beziehungen schwenkte. Nach den Demonstrationen wurden die Wehrmänner zu geselliger Runde in ein kleines Festzelt eingeladen, wo Erinnerungsgeschenke ausgetauscht wurden. Gastgeber Pubal merkte an, dass er in dem grenzüberschreitenden Feuerwehrtag einen großen Beitrag zum Knüpfen internationaler Kontakte sehe.

Neben KBR Klaus Fehler zeigte sich auch Philippsreuts 2. Bürgermeister Christian Weishäupl erfreut über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Letzterer bedankte sich stellvertretend für die vier deutschen Feuerwehren für die tschechische Gastfreundschaft. Eine grenzüberschreitende Einsatzbereitschaft sei sicherlich nur eine Frage der Zeit. Der Feuerwehrtag habe bewiesen, dass in punkto Ausbildungsstand und Einsatztaktik keinerlei größere Differenzen bestünden. Die große Anzahl an Teilnehmern beweise zudem, dass gerade auf dem wichtigen Gebiet des Feuerwehrwesens die Kooperation vertieft werden könne.


DREI FRAGEN AN...

Manfred Denk, 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Philippsreut

Herr Denk, wie wichtig ist für Sie als Kommandant einer Grenz-Feuerwehr die Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarwehren?
Da Europa immer näher zusammenrückt, ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der verschiedensten Hilfskräfte nicht nur sinnvoll, sondern meiner Meinung nach in absehbarer Zeit notwendig. Auch wenn ein derartiges Vorgehen momentan jeglicher rechtlichen Grundlage entbehrt, so können Übungen dieser Art zum einen als Bild für die Europäische Einheit gesehen werden – wichtiger jedoch: Sie können auf Ernstfälle vorbereiten.

Klappt denn trotz der Sprachbarriere die Kommunikation mit den tschechischen Kameraden?
Auch wenn den Kameraden der Feuerwehren die Sprache des anderen Landes nicht immer geläufig ist, so sind die Deutschkenntnisse auf tschechischer Seite – oft berufsbedingt – besser als die Tschechischkenntnisse auf deutscher Seite. Feuerwehrtechnisch gibt es kaum Verständigungsprobleme, da neben der Situationsgebundenheit und dem gesunden Menschenverstand eines Feuerwehrlers viel mit Hand und Fuß kommuniziert wird.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Verlauf der grenzüberschreitenden Übung?
Die Organisation auf Seiten des tschechischen Veranstalters war gut durchdacht. Jede Seite konnte die Vorgehensweise der anderen beobachten und mit der eigenen vergleichen – das gegenseitige Lernen stand also richtigerweise im Vordergrund. Wichtig war auch das anschließende gemütliche Beisammensein mit gegenseitigem Austausch.

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